Am Laternenpfahl um die Ecke klebt ein Zettel: „Katze zugelaufen. Schwarz-weiß, u.a. weißes Nasendreieck mit 1 schwarzen Nasenloch.“ Spaziergang im Viertel.
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Drinnen und draußen
Im Auge des Betrachters
Als der Himmel brannte
Mi hats dawischt, der Himmel brennt, i hab mi ganz in die verrennt…
aus: Konstantin Wecker „Der Himmel brennt“
Gespräch hat sich im Schilf entsponnen,
Seit sich die Wellen nicht mehr sonnen,
Seit neuen Stoff der Wind gebracht
Von der Herankunft trauter Nacht.
aus: Karl Mayer „Auf einer schwäbischen Fußreise“
Es sieht so aus, als müssten wir das Feuer jetzt wieder eher im Herzen tragen. Die Fotos mögen beim Entfachen helfen. Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich!
Behind the curtains
Looking for Fred
Ich neige nicht dazu, überall Erdmännchen zu sehen. Jedenfalls war das bisher so. Aber nachdem mir am Wochenende im Volkspark ein nur unzureichend als Hund getarnter Vertreter dieser Spezies über den Weg gelaufen war, begegnete mir nun auch noch Fred. Das heißt, eigentlich begegnete er mir gerade nicht, denn Fred ist verschollen. Verhaftet, wie ich seinem Logbuch-Eintrag vom 11. Oktober entnahm. Zuletzt wurde Fred vor ein paar Tagen im Seemannsclub Duckdalben im Hamburger Hafen gesehen. Seither ist er verschwunden. Wer Fred ist? Na, was wohl? Allerdings ist Fred kein gewöhnliches Erdmännchen, sondern eines, das zur See fährt, und das schon seit Jahren: Fred around the world. Eigentlich wollte A., die früher auch zur See gefahren ist und jetzt Wirtschaftswissen hinaus in die Welt trägt, Fred zu ihrem nächsten Einsatz nach Indonesien mitnehmen, weil sie findet, dass er zwischendurch auch mal Landurlaub braucht. Aber nun ist Fred nicht da und A. schon ganz traurig. Für sachdienliche Hinweise zu Freds Aufenthaltsort bereits an dieser Stelle herzlichen Dank!
Update am 17. Oktober:
Wie ich gerade erfahre, ist Fred wohlauf, hat aber bereits wieder auf einem Schiff angeheuert. Näheres dazu in A.(nja)s heutigem Kommentar. Aus dem Landurlaub in Indonesien wird also erstmal nichts. Auch Erdmännchen leben anscheinend im Hamsterrad… Noch einmal vielen Dank fürs Augen-offen-Halten!
Mach dich niedlich
Was einem so begegnet an einem mildsonnigen Oktobernachmittag im Hamburger Volkspark… Most curious of all: ein Hundemädchen, das sich offensichtlich für ein Erdmännchen hält. Das war im Biergarten der „Milchhalle“ an der großen Spielwiese. Während des Ersten Weltkriegs wurden hier mangelernährte Kinder kostenlos mit Milch versorgt. Heute schenkt man auch Höherpromilliges aus, aber nur an Erwachsene. Auch Hundemädchen bekommen nur Wasser zu trinken – und wenn sie noch so sehr posieren. Großes Indianerehrenwort!
Abend wird es wieder
In sets of two
In letzter Zeit neige ich dazu, doppelt zu sehen. Menschen und Stühle zum Beispiel. Naja, vielleicht kein Wunder auf der Liebesinsel im Hamburger Stadtparksee… Aber während ich gerade überlegte, mit welcher Überschrift ich die kleine Szene oben versehen könnte – „Zu zweit“ gefiel mir spontan – poppten auf einer meiner geliebten Alsterrunden gleich zwei Zwillingskinderwagen wie aus dem Nichts!
Nein, nein, ich hatte nicht zu tief ins (Wein-)Glas geschaut… Das waren andere, ebenfalls an der Alster.
P.S. Diesen Beitrag widme ich N., die gerade stark den Wunsch nach Zweisamkeit verspürt.
















