Muddy Waters. Enjoy.
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Ebony and Ivory II
Ebony and Ivory
Der Mann im Strom
Aus einer anderen Zeit
So hübsch hatten sich die Mädels gemacht. Gebannt studierten sie die Liste der ankommenden Schiffe in den Aushang-Kästen. Bestimmt war der Herzallerliebste an Bord. A. grinste über die Söckchen der Damen zur Linken. C. meinte sich zu erinnern, dass seine Mutter damals kürzere Kleider getragen hatte. Schuhe wie die der Frau ganz rechts verband er ohnehin eher mit der Großmutter. Mir waren die Schuhe noch nicht einmal aufgefallen. Fasziniert starrte ich auf die Naht und die hochgezogene Ferse in den Seidenstrümpfen darüber…
Die Aufnahme ist eine meiner liebsten in der Ausstellung „Das photographische Werk“ von Franz Hubmann. Noch bis zum 7. Februar 2015 sind die Fotografien des österreichischen Bildjournalisten in der Flo Peters Gallery im Hamburger Chilehaus zu sehen. Die Schwarzweiß-Bilder aus den 1950er Jahren zeigen zum Großteil Szenen aus dem Hamburger Hafen.
Nach dem Besuch der Ausstellung gingen wir essen, was hier weiter nichts zur Sache tut. Anders als die Schaufenster, die uns unterwegs begegneten. Die hätten auch aus den Fünfzigern sein können, wären die angebotenen Waren in D-Mark statt in Euro ausgezeichnet gewesen. Wer malt heute noch solche Preisschilder! freute sich C. Unterstreichungen mit dem Lineal, die nur bedingt zur Linie der Schrift darüber passen, signalrote Ecken, ebenfalls mit dem Lineal gezogen und von Hand ausgemalt. Jede Ecke ein Unikat. Und dazu diese entzückende Weihnachtsdeko…
Novemberfarben
Vor vielen Jahren habe ich eine Zeitlang in Kiel gelebt. Ich lernte schnell: Wenn das Wetter gut war, ließ man am besten sofort alles stehen und eilte nach draußen. Am nächsten Tag – ach, was sage ich: Stunden später! – konnte die Welt schon wieder ganz anders aussehen. An einen Sommer erinnere ich mich, da ließen wir Tag für Tag alles stehen, weil jeder der letzte hätte sein können. Und es ging immer weiter…
Die guten Dinge
Aus der Vogelperspektive
Wie aus dem Modellbaukasten wirkt das ehrwürdige Rathaus von hier oben, 545 Stufen über dem Erdboden. Hafenkräne und Fabrikschornsteine verschmelzen mit dem Horizont. Noch einmal bricht die Novembersonne durch die Wolken und taucht die Stadt in ein beinahe surreales Licht.
Es gibt einige schöne Blicke auf Hamburg. Zu den spektakulärsten zählen für mich die entrückten weiten durch die Bullaugen im Turm von St. Petri. Die Scheiben könnten mal geputzt werden, sicher. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau.
This special light
Sinfonie der Farben
Freiluftmittagessen mit der Patentante. Fast schon November und noch so warm. Bis die Schatten mählich in die Knochen kriechen. Zeit für eine Runde Herbstzeitlose im Park.
Wenn ich nochmal auf die Welt komme, dann nur als Emilia Nolde… Und nein, ich habe nicht nachgeholfen, die Farben waren wirklich so.









