Archiv der Kategorie: Alster und Elbe
Vertraut und doch stets neu. Weitere Bilder von Alster und Elbe finden sich in den anderen Hamburg-Rubriken und unter „Fotografie und Poesie“.
Silver lining
Jogging in the rain
… mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen:
It rained and rained and rained
The average fall was well maintained
And when the tracks were sloppy bogs
It started raining cats and dogs.
After a drought of half an hour
We had a most refreshing shower
And then, most curious of all
A gentle rain began to fall.
Next day but one was fairly dry
Save for one deluge from the sky
Which wetted the party to the skin
And then at last – the rain set in.
Das „Regenlied“ fand ich vor Jahren im Gästebuch eines neuseeländischen backpackers. Wir hatten gerade eine mehrtägige Wanderung auf halber Strecke abgebrochen, nachdem eine Sintflut von oben die Wege in sloppy bogs verwandelt hatte. In diesen feuchten Maitagen denke ich oft an unsere Rutschpartie am anderen Ende der Welt und daran, wie der Regenwald immer näher rückte, während wir auf der überdachten Veranda der Herberge hockten und Tag um Tag vergeblich auf Sonne warteten. Sehr viel anders sieht es auch nicht aus, wenn ich heute von meinem Balkon in die tropfnassen Bäume blicke: ein Gefühl wie Hundert Jahre Einsamkeit.
Schlagkräftig
Einstürzende Neubauten
Auf den Kopf gestellt
Ice in the Sunshine
Man glaubt es ja nicht: Das Thermometer klettert zaghaft in den Plus-Bereich, das Eis auf der Alster beginnt im zuletzt schmerzlich vermissten Sonnenlicht zu schmelzen – und die ersten Hartgesottenen genießen, noch mit Handschuhen an den Händen, schon wieder ein Buch im Freien. Ein schöner Anblick, keine Frage, aber irgendwie hat mich die Szene auch an die kernigen Typen an der Nordsee erinnert, die am FKK-Strand notfalls mit Pudelmütze und Pullover herumlaufen, Hauptsache, unten ohne.
Ich selbst war ohne Handschuhe unterwegs und hatte auch das Buch zu Hause auf der Couch gelassen – Showtime für bekennende Gegenlicht-Fetischisten.
Streifenlook
Seit Tagen ist Hamburg in freudloses Einheitsgrau getaucht. Dass jemand über Nacht einen Hauch Puderzucker darüber gestäubt hat, macht es nicht wirklich besser: Das Grau ist einfach eine Nuance heller geworden. Ich krame in Bildern aus der vergangenen Woche.
Da waren Himmel und Wasser auch oft bedeckt.
Aber sie hatten Struktur. Und Farbe.


















