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Safety Old School Style

Die Sicherheitsvideos von Air New Zealand sind Kult. Als ich 2011 ans andere Ende der Welt flog, machten uns Spieler der All Blacks mit den Sicherheitsvorschriften an Bord vertraut – leider nur virtuell. Immerhin gewann das neuseeländische Team im selben Jahr die Rugby-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Ein Jahr später, in Vorfreude auf den ersten Teil von Peter Jacksons Hobbit-Trilogie, steuerte die Airline filmisch direkt nach Mittelerde, Gastauftritte von Regisseur und Gollum inklusive. Schon seit Jacksons Verfilmung des Herrn der Ringe erwarten ja viele Neuseeland-Reisende insgeheim, unterwegs auf Frodo und seine Gefährten zu treffen.

In dem neuen Video Safety Old School Style gibt jetzt die aus der Sitcom Golden Girls bekannte Schauspielerin Betty White zusammen mit anderen Bewohnern eines fiktiven Altenheims die Safety Instructions an die Fluggäste weiter. Naturgemäß etwas amerikanischer als die Vorgänger, aber immer noch sehr vergnüglich. Und bei aller Flughöhe angenehm down to earth. Passend dazu fällt im Land der Kiwis auch der Abschied besonders freundlich aus, wie hier auf dem Flughafen von Auckland:

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Süßes Fernweh

IMG_7189Heute bin ich nur halb in Hamburg. Die andere Hälfte traumwandel(r)t durch eine grandiose Vulkanlandschaft am anderen Ende der Welt. Im Tongariro Nationalpark im Zentrum der neuseeländischen Nordinsel, um genau zu sein. Mount Ngauruhoe, der Schicksalsberg aus Peter Jacksons Trilogie „Der Herr der Ringe“, ruft – seit ich gelesen habe, dass der Tongariro Crossing vor ein paar Tagen wieder komplett geöffnet wurde. Die knapp 20 Kilometer lange Bergtour wird zu den schönsten Tageswanderungen der Welt gezählt. Die beliebteste in Neuseeland ist sie allemal: Mehr als 70.000 Wanderer zieht es jedes Jahr auf den Track, dessen nördlicher Teil nach Ausbrüchen am Te Maari Krater des Mount Tongariro im August und November 2012 geschlossen werden musste. Inzwischen hat sich die vulkanische Aktivität beruhigt. Wissenschaftler bestätigten, dass das Gebiet wieder sicher sei. So sicher, wie Vulkane eben sein können.IMG_7219

Ich habe den Tongariro Crossing im Februar 2011 gemacht, zwischen Interview und Interview für ein Buchprojekt über deutsche Auswanderer in Neuseeland, weil endlich einmal das Wetter stimmte, als ich in die Gegend kam. Bin sieben Stunden praktisch ununterbrochen gewandert, oft gekraxelt, manchmal über Geröll gerutscht, habe mich einmal sogar gepflegt auf die Nase gelegt, als die Kräfte nachließen. Ja, die Tour war anspruchsvoll, aber auch zum Weinen schön. Ich habe gigantische Mondlandschaften-Krater durchmessen, mit Schaudern in den Schlund des aktiven Red Crater geblickt und auf die smaragdgrünen Emerald Lakes mit ihren schwefeligen Ufern. Und dazwischen immer wieder freie Sicht auf den Schicksalsberg genossen.