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Wort mit vier Buchstaben

Nein, nicht Love sondern WENN, und zwar genau so: kapital, mächtig, schwer zu überwinden. WENN ich nicht mitten in einem Biografieprojekt stecken würde… WENN es nicht gerade so viele Verpflichtungen gäbe… WENN ich nicht ausgerechnet an genau dem Wochenende zum Wandern verabredet wäre… Vor allem aber: WENN  ich nicht vorher umfangreich auf- und umräumen und Berge von allzu persönlichem Kram und das ganze Bürogeraffel ausquartieren müsste… DANN, ja dann würde ich in den nächsten Tagen im Hotel Hamburg einchecken. Ganz bestimmt. Oder?

Was ich im Hamburger Abendblatt über das Hotel las, hört sich unglaublich spannend an: Die Lobby befindet sich in einem Ladenlokal in der Grindelallee. Dort geben die Gäste den eigenen Wohnungs- oder Haustürschlüssel ab und erhalten im Gegenzug den eines anderen Gastes und damit Zugang zu einer fremden Wohnung irgendwo in der Stadt. Mit dem Projekt Hotel Hamburg – eine Stadt besucht sich selbst lädt der Hamburger Künstler Jan Holtmann vom 3. bis 20. Juli zum großen Wohnungstausch. Bis zu zwei Nächte können Besucher in einer Wohnung bleiben. Danach gehen sie zur Rezeption, checken entweder aus oder bekommen einen neuen Schlüssel. Wow!

Vor dem Einchecken stellt man sich natürlich ein paar Fragen, das weiß auch Holtmann: „Gefällt mir das, dass jemand in meiner Wohnung lebt? Reizt mich das, in einer anderen Wohnung zu sein? Wer anfängt, so zu überlegen, der hat schon die große Zehe in die Drehtür am Eingang des ‚Hotel Hamburg‘ geschoben. Es besitzt aber noch mal eine andere Qualität, wenn man dann tatsächlich anfängt, seine Wohnung zu präparieren. Was soll der Betrachter sehen? Was schließe ich lieber in den Keller? Man erstellt ein Selbstporträt. Das Hotel fängt bei einem selber an.“

Tja, und genau an der Stelle stecke ich fest: zwischen Neugier und allerlei WENNs und ABERs (siehe oben). Und so stoßseufze ich analog Kurt Tucholskys verzweifeltem Ruf in Kreuzworträtsel mit Gewalt („Man erzähle mir nichts – warum soll unter den vielen, vielen europäischen Hauptstädten nicht eine dabei sein, die ‚LEBSCH‘ heißt?“) in die Blogosphäre: Es wird unter den vielen vielen LeserInnen dieses Blogs doch wohl eine mutige Hamburgerin oder einen mutigen Hamburger geben, die bereit sind, sich auf das Hotelabenteuer einzulassen und hinterher davon zu erzählen! Nähere Informationen zu dem Projekt finden Interessierte hier.

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Auf Augenhöhe

P1030642So heiß, dass man sich unbedingt abkühlen müsste, ist es zurzeit nicht. Wahrscheinlich trainiert da zwischen Alster-Seglern gerade einer für den Hamburg Triathlon nächsten Monat. Austragungsort der Schwimmwettkämpfe – und nur dieser – wird, wie schon seit Jahren, die (Binnen-)Alster sein. Daran sei in diesen Fußball-bewegten Tagen noch einmal ausdrücklich erinnert. Wie sagte Berti Vogts, einst Bundestrainer und heute WM-Advisor von US-Coach und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, so schön: „Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: Nicht mal schwimmen kann er.“ Hoffentlich weiß Joachim Löw morgen, wo die Steine liegen!

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Er gehört zu mir

Nach Adler, Fledermäusen und Fischen heute zur Abwechslung mal Schwäne. Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Dieses Blog ist entgegen dem äußeren Anschein nicht auf dem Entwicklungsweg zu „Hamburgs Tierleben“. Am Ende sind auch Tiere oft nur Menschen.

P1030628In der ersten Szene erblicken wir Mensch und Menschin (das Knäuel im Mittelfeld) in herzlicher Umarmung auf den frühsommerlichen Alsterwiesen, während Schwan und Schwanin selbige in fröhlicher Koexistenz zusammen mit dem Nachwuchs abgrasen.

P1030637Des Grasens überdrüssig machen sich Schwan und Schwanin schon bald auf den Weg zu Mensch und Menschin. Menschin geht das zu nahe. Sie ergreift die Flucht.

P1030639Schwan – oder ist es Schwanin? – ist auch irgendwie abhanden gekommen. Und ich kriege den alten Marianne-Rosenberg-Song nicht mehr aus den Ohren…

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Catching Bubbles

P1030335„Väter“, die oftmals eher wie Söhne wirken und sich vor allem durch die Ausgestaltung des Bollerwagens ihrer Bezugsgruppe und die Marke der mitgeführten Bierflaschen unterscheiden? Oder lieber schillernde Seifenblasen vor glücklichen Kindergesichtern? Die Fotografin fackelt nicht lange und entscheidet sich für die Himmelfahrt der besonderen Art. Ein paar Bubbles sind ganz sicher ungeköpft und unzerklatscht übergekommen.

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Alte Liebe rostet nicht

P1020948 (2)Und dann habe ich sie mir geschnappt, sagte Herr W. und grinste. Frau W. strich ihrem Mann leicht über den Handrücken. Der Junge aus dem vornehmen Harvestehude. Und das Mädchen aus dem Arbeiterviertel Hammerbrook. Kriegskinder alle beide.

Hand in Hand saßen sie auf der weißen Bank, die Köpfe mit den schwarzen Hüten synchron auf das Gebäude gegenüber gerichtet, den Hackenporsche mit den Einkäufen vor sich im Kies. Ein Bild, so wunderbar aus der Zeit gefallen, dass ich sie einfach ansprechen musste.

Gegenüber, da haben sie gewohnt. Nicht in dem Neubau, sondern in dem kleinen Haus, das früher dort stand. Die erste eigene Bude, unterm Dach juchhe, das Klo auf halber Treppe. Ein Bad hatten sie damals nicht, das gab es erst in der dritten Wohnung, 14 Jahre später.

Ihrem, meinem Stadtteil sind sie treu geblieben. Seit mehr als 55 Jahren.

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