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Sturmgeflutet

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Heute Nachmittag im Hamburger Hafen.  In den Wasserlachen auf dem Dach des Ausflugsboots „Klein Erna“ an den Landungsbrücken spiegelt sich die Sonne, die für einen Moment durch dichte Regen- und Schneewolken bricht. Das U-Boot am St. Pauli Fischmarkt scheint an diesem Freitag besonders tief im Fluss zu liegen.

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Orkan Xaver hat sich mittlerweile deutlich beruhigt, nicht aber die Elbe. Weil der Wind konstant aus Nordwest weht, kann das Wasser bei Ebbe nicht ordentlich abfließen. So wird die Stadt am frühen Abend von der dritten Sturmflutwelle in Folge getroffen. Sie fällt zum Glück schwächer aus als befürchtet. Noch am Morgen waren knapp vier Meter über dem Mittleren Hochwasser (gut sechs Meter über Normalnull) gemessen worden. Das ist ähnlich hoch wie bei der verheerenden Flut im Februar 1962. Damals waren die Deiche allerdings noch deutlich niedriger und weniger stabil als heute.

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Rund um die Fischauktionshalle stehen noch die letzten Pfützen, der Elbschlamm auf dem Pflaster ist noch feucht, als der Fluss  erneut Besitz vom Fischmarkt und der Großen Elbstraße ergreift. Unglaublich, wie schnell das geht: Wo man eben noch trockenen Fußes entlangspazieren konnte, steht das Wasser nur Augenblicke später bereits knöchelhoch.

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Ein paar Sehleute patschen durch die Fluten. Meter um Meter weichen sie zurück.

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To sit or not to sit

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Sitzen oder Nichtsitzen, das ist an Hamburgs Außenalster selten die Frage. Zwar sind inzwischen die meisten öffentlichen Bänke um den städtischen „Teich“ herum verwaist, aber vom Besuch eines Freiluft-Kaffeeausschanks lässt sich ein echtes Nordlicht auch im Winterhalbjahr allenfalls bei  strömendem Regen oder Schneetreiben abhalten. Gegen die heraufziehende Kälte schützen Wolldecken, Heizstrahler und Glühwein, und ein Teebeutel oder Zuckerstreuer lässt sich auch mit Handschuhen prima händeln.

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Schreibtisch im Wald

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So ganz hat es mit dem Herbeiwünschen restsommerlicher Temperaturen ja leider nicht geklappt. Aber dafür ließ es der Himmel über Hamburg gestern ordentlich krachen. Dräuende Wolken, Licht- und Schattenspiele und ein Sonnenuntergang vom Feinsten. Ich nehme an, in dem Bürogebäude an der Alster wird zurzeit vor allem in den oberen Etagen gearbeitet. Und ein paar Häuser weiter stehen genau die in Flammen. – Sooo beklagenswert sind auch die Temperaturen übrigens gar nicht: Gerade habe ich bei strahlendem Sonnenschein und Windschatten einen Kaffee auf dem Balkon genossen. Und jetzt wärme ich mich am Schreibtisch wieder auf…

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Entschädigung

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Eigentlich hatte ich ein paar Tage mit Freunden durch Ostdeutschland radeln wollen, mich dann aber an den Schreibtisch „gekettet“, weil der Wetterbericht dauerhaft anthrazitfarbenen Himmel prophezeite. Die Freunde vermeldeten inzwischen die zweite trockene Tagesetappe, und auch ich sah Licht und viele Farben – vom Schreibtisch aus.

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