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Formen der Reduktion

Ein paar Kinder blenden vor dem Eingang zur Ausstellung „Isa Mona Lisa“ in der Hamburger Kunsthalle die Außenwelt aus.

Die 1952 in Korea geborene Künstlerin Hyon-Sook Song „versteht den Akt des Malens als physisch-performatives Ereignis, das in einem Zustand völliger Konzentration und Meditation stattfindet“. Sie beschränkt sich auf wenige exakt ausgeführte Pinselstriche. In dem hier abgebildeten Werk sind es genau sieben. Man sieht jeden einzelnen und sieht zugleich das knorrige Holz durch den filigranen Stoff…

Ich beschränke mich heute auf dieses eine Werk, das mich gestern am stärksten von allen berührt hat. Natürlich bietet die Ausstellung noch viel mehr sehenswerte zeitgenössische Kunst. Bis zum 18. Oktober 2026.

5 Kommentare zu “Formen der Reduktion

  1. Liebe Maren,
    uns fasziniert dieser Minimalismus auch. Neben der ästhetischen Funktion schwingt eine politische Aussage in der Absage an die Gier nach mehr mit.
    Danke fürs Zeigen dieses Kunstwerks
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

    • Danke für deine Gedanken, Klausbernd. Die schöne Tugend des Sichbescheidens kommt ins Schwingen, ja. Was mich an Reduktion, an Minimalismus fast noch mehr begeistert, ist allerdings die damit verbundene Fokussierung, die Feier des Wesentlichen, am Ende die zentrierende Kraft. Ist das politisch oder „bloß“ meditativ?
      Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende!

      • Liebe Maren

        Tja, die Frage ist, was ist politisch.Uns gefällt sehr gut dein Ausdruck ‚Feier des Wesentlichen‘. Wir glauben auch, dass die Erkenntnis und Erfahrung des Wesentlichen zentrierend ist.

        Auch dir ein schönes WochenendeThe Fab Four of Cley🙂 🙂 🙂 🙂

  2. Reduktion auf das Wesentliche oder das Merk-Würdige kommt in der Bildenden Kunst besonders schön zum Tragen.

    Danke für diese fotografischen Mitbringsel, die stark auf mich wirken.

    Lieben Gruss, Brigitte

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