Der Abend ist mein Buch. Ihm prangen
die Deckel purpurn in Damast.
Ich löse seine goldnen Spangen
mit kühlen Händen, ohne Hast.
Und lese seine erste Seite,
beglückt durch den vertrauten Ton, –
und lese leiser seine zweite,
und seine dritte träum ich schon…
Rainer Maria Rilke: Der Abend ist mein Buch
An diesem stillen See in der brandenburgischen Schorfheide nahe des Klosters Chorin nahm ich für ein paar Tage Quartier. Viel erholsamer kann man seine Zeit kaum zubringen als morgens und abends in den Großen Heiligen See (oder einen der vielen anderen Seen in dem Biosphärenreservat) zu tauchen und dazwischen endlos durch beinahe menschenleere Felder und Wälder zu streifen. Dass ich Abendbilder poste, ist kein Zufall. Dann ist alles noch weicher: das Licht, das Wasser. Und tiefer Friede durchströmt die Seele.
Oh, ist das schön: Die Fotos sind einfach traumhaft. Man kann Rilkes Worte bildlich nachvollziehen.
Dir weiterhin wundervolle Tage und einen lieben Abendgruss bei ebenfalls weichem Licht,
Brigitte
Wer weiß, wo Rilke saß, als er diese Worte schrieb…
Deine wunderschöne Abendstimmung, liebe Maren, tut auch mir gut! Geniesse deine Ferientage.:)
Das freut mich, Martina. Es tut uns wahrscheinlich allen gut, ein bisschen zur Ruhe zu kommen.
Das klingt klasse und sieht wunderschön aus. Eine gute Zeit noch!
Danke, Andrea. Die Tage am See sind schon wieder Vergangenheit. Aber hier werde ich noch ein paar Eindrücke teilen.
Wunderschön, die Kombination aus Bildern und Text. Ja, Frieden, ach …
Liebe Grüße
Christiane, andächtig
Ja, man kann sehr still werden draußen. Und ein Gedicht von Rilke verdirbt die Stimmung ja auch selten einmal. Meine und – wenn ich das richtig weiß – auch deine jedenfalls nicht.
Meine auch nicht, sehr richtig 😍
Einfach loslassen und eintauchen.
Fast ein Rezept fürs Leben…
Wunderschön 😃
Das freut mich, danke!