Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.
Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.
Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.
Aus: „Frühe Gedichte“ von Rainer Maria Rilke
Liebe Maren, und genau das ist ja nicht wirklich besser geworden, wir heute wissen ja noch viel mehr … seufz- ich danke dir für das gedicht und dein zauberhaftes Bild dazu.
Herzliche Grüsse
Ulli
Ich schließe mich an, liebe Maren!
Das freut mich, Dina. Ein schönes Wochenende dir!
Das wünsche ich dir auch, Maren. 🤗
Vielen Dank fürs Mitschwingen, liebe Ulli, und einen herzlichen Gruß zu dir auf den Berg!
Was für ein Bild! Sehr besonders!
Zu dem Gedicht selbst schweige ich (da kann man nichts ergänzen), aber ich möchte anmerken, dass es davon ausgerechnet von Xavier Naidoo eine (wie ich finde hörenswerte) Version beim Rilke-Projekt gibt. YT hat inzwischen eine Menge gelöscht, aber unter „Die Dinge singen hör ich so gern“ findet man ihn immer noch …
Liebe Grüße
Christiane
Herzlichen Dank für das Lob aus berufenem Mund, Christiane – und auch für den Hinweis auf die Vertonung des Gedichts. In das Rilke-Projekt höre ich auch immer wieder gern hinein. Schöne Abendgrüße nach nebenan!
Ein großartig vielschichtiges Foto !
Freut mich, Myriade, dann hab ich das richtige Bild zu Rilkes Zeilen gestellt. 🙂
Es ist eins meiner Lieblingstexte…
Wie schön.
Psst!
– – –
Vielen Dank, liebe Maren! Das passt gerade in mehrfacher Hinsicht für mich sehr – und im Unterschied zu Euch versammelten Rilke-LeserInnen kannte ich es noch nicht einmal … Beste Grüße!
Wie schön, liebe Jutta – dass der Text auch für dich gerade gut passt und dass du ihn jetzt für dich entdeckt hast! Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag!
Vielen Dank, den wünsche ich dir auch sehr herzlich!
Dein Bild und die wunderbaren Zeilen von Rilke passen zauberhaft zusammen. Mein Herz an diesem kalten Wintermorgen erwärmend.. Liebe Grüsse, Heike
Das freut mich sehr, liebe Heike!
„Bleibt fern.“ Ja, wie sehr wünschte ich, dass sich Menschen daran erinnern würden. Aber eben: Gut, wenn man es selber wieder mal zu lesen bekommt!
🙂
Dieser Rilke! Den hab ich offensichtlich doch sehr unterschätzt. Ab jetzt nicht mehr, zudem das Gedicht so erschreckend zeitlos klingt. Das Foto ist unbeschreiblich vielschichtig und passt perfekt.
Liebe Grüße
Kai
Ja, erschreckend zeitlos, genau das ist es, lieber Kai. Erinnerst du dich, wie du mich vor bald zwei Jahren gebeten hast, bei der Blogger-Aktion „Bücher retten“ mitzumachen? Ich habe damals eine Gesamtausgabe von Rilkes Gedichten eingepackt, sie sind also sicher. Den Brecht hatte ja schon Birgit dabei. 😉 Herzliche Grüße!
Eine wunderbare Korrespondenz zwischen Foto und Poem ist Dir hier gelungen, liebe Maren.
Und Meister RILKE ist immer eine Lesewiederholung wert.
Himmelblaue Grüße von Ulrike 🙂
Freut mich sehr, dass dir die Verbindung gefällt, Ulrike. Und Rilke – da rennst du bei mir offene Scheunentore ein. 😉 Liebe Grüße!
Kennst Du den Künstlerroman über Rilke, Heinrich Vogeler und die WORPSWEDER Künstlerkolonie von Klaus Modick?
Hier ist der Link zu meiner Rezension: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/07/19/konzert-ohne-dichter/
Belesene Grüße 😉
Danke für den Lesetipp. Nein, das Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, obwohl ich schon drum herum geschlichen bin. Ich lese so viel lieber etwas von Rilke als über ihn. Wie hast du in einem deiner Kommentare zu dem Post so zutreffend geschrieben: „Ich schätze Rilkes Lyrik sehr, aber heiraten wollte ich ihn lieber nicht.“ 😉
Hach ja … Rilke eben … zauberschön und eindringlich. Passt sehr gut dein Foto dazu.
Danke für deinen Besuch. Freut mich, dass dir Bild und Text gefallen.
schau an, eine verwandte Seele, der Rilke, der Rilke und immer wieder der Rilke, wie schön.
Marie
Ich bin mir fast sicher: Rilke wird auch in weiteren hundert Jahren noch aktuell sein.