Wir gehen
jeder für sich
den schmalen Weg
über den Köpfen der Toten
– fast ohne Angst –
im Takt unsres Herzens,
als seien wir beschützt,
solange die Liebe
nicht aussetzt.
So gehen wir
zwischen Schmetterlingen und Vögeln
in staunendem Gleichgewicht
zu einem Morgen von Baumwipfeln
– grün, gold und blau –
und zu dem Erwachen
der geliebten Augen.
Hilde Domin: Gleichgewicht

Wunderschön!
Danke fürs Präsentieren.
Es war mir eine Freude!
Wunderschön, Fotos und der tiefe Text von Hilde Domin. Danke!
Ich danke d i r .
Die Hilde hab ich gern (den Stadtpark auch)… Liebe Grüße!
Ja, die Hilde… und für Bäume haben wir anscheinend gerade beide eine besondere Schwäche. 😉
Gerade zu dieser Zeit drängen die sich ja auch besonders in den Blick 😉 Außerdem fröne ich zur Zeit relativ hemmungslos der Naturromantik – rein in die Gummistiefel, Wiesen schnuppern, Kühe kraulen, erste Blumen pflücken -, sozusagen auf Vorrat, denn ich weiß schon, dass mir im Winter wohl doch die Decke auf den Kopf fallen wird 😀 …ist aber noch lange hin…
Ob es funktioniert, sich mit Natureindrücken für kalte Wintertage zu bevorraten? Ich habe leise Zweifel und wäre sehr neugierig, zu gegebener Zeit über deine Erfahrungen und Reflexionen zu lesen. Immerhin bin ich mir absolut sicher, dass man sich an Natur n i e überfressen kann – und wünsche dir weiterhin ganz viel Zeit und Spaß draußen!
Wünsche ich Dir – und Deiner Kamera – auch! 🙂
Wie schön und verwunschen…und Du bleibst auch innerhalb Deiner Beiträge im Gleichgewicht: Vom Urwald rein in den gepflegten Park…
Toll! Diese übergeordnete Balance hatte ich noch gar nicht gesehen. Aber wer eine einzelne orange Blüte in einem rosa Meer entdeckt, der/die erkennt natürlich auch andere Zusammenhänge. 🙂
Ein sehr schöner Text – „fast ohne Angst“ ……
Diese drei Worte haben es mir auch ganz besonders angetan. Da schwingt so viel Reichtum an Erfahrung mit.
Fast zu schön, um wahr zu sein, dieses Gleichgewicht, von dem Hilde Domin schreibt und das du uns hier in eindrücklicher Weise zeigst! Herzlichen Dank.:)
Ich glaube, der Schlüssel liegt in den Worten „solange die Liebe nicht aussetzt“. Herzliche Grüße zu dir ins Tessin!
wohin wir auch gehen, worüber auch unser Blick noch schweift, immer waren es andere, die vor uns da gewesen sind und auf deren Spuren wir nun wandeln … „fast ohne Angst“ … die Endlichkeit der anderen, ist eben auch meine, irgendwann …
ich danke dir für Hildes Worte und deine Bilder!
herzlichst Ulli
Ich weiß ja, dass du dich auf deinem Blog in Wort und Bild gerade sehr mit dem Thema Altern beschäftigst, liebe Ulli. Du scheinst mir, das lese ich auch aus deinen heutigen Zeilen heraus, in puncto Gelassenheit um einiges voraus zu sein… „fast ohne Angst“ – für mich noch eher Sehnsucht als Realität. Danke für deine Gedanken – und tanz gut und mit Kraft in den Mai!
Wirklich sehr schön!
Das freut mich – danke!