
Jeder Mensch hat idealerweise einen Ort, an den er immer wieder zurückkehrt. An dem er sich wohlfühlt und zur Ruhe kommt. In Schweden nennt man einen solchen Ort Smultronställe. Smultron sind Walderdbeeren. Eine Smultronställe ist also eigentlich ein Ort, an dem Walderdbeeren wachsen. In Wirklichkeit ist sie aber viel mehr. Auch ein gepflasterter Marktplatz kann so eine Walderdbeerenstelle sein, wenn auch manchmal nur vorübergehend.

Dafür braucht es einige Hochbeete, gerne auch welche mit Erdbeeren zum Naschen, das muss aber nicht sein. Dazu Sitzgelegenheiten und ein kleiner Spielplatz, damit Menschen dort gern verweilen.

Steckt man dann noch Zauberworte in verschiedenen Sprachen in die Beete, bekommen die Menschen Lust, herumzustreifen und Neues zu entdecken. Manch einer freut sich vielleicht still, eine andere teilt ihre Begeisterung mit eben noch Fremden. Eine Smultronställe muss nicht einsam sein.







Der Übergangsgarten auf dem Koberg, dem zweitgrößten Marktplatz in der Lübecker Altstadt, ist noch bis zum 6. Oktober geöffnet. Er ist Teil des Stadtentwicklungsprojekts „Übergangsweise“. Der Name soll dabei nicht nur für das Vorübergehende stehen, sondern auch den Prozess zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung verdeutlichen. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefördert.

P.S. „Keyif“ ist türkisch und bedeutet: still und glücklich in sich ruhen, den Moment genießen.