
Jeder Mensch hat idealerweise einen Ort, an den er immer wieder zurückkehrt. An dem er sich wohlfühlt und zur Ruhe kommt. In Schweden nennt man einen solchen Ort Smultronställe. Smultron sind Walderdbeeren. Eine Smultronställe ist also eigentlich ein Ort, an dem Walderdbeeren wachsen. In Wirklichkeit ist sie aber viel mehr. Auch ein gepflasterter Marktplatz kann so eine Walderdbeerenstelle sein, wenn auch manchmal nur vorübergehend.

Dafür braucht es einige Hochbeete, gerne auch welche mit Erdbeeren zum Naschen, das muss aber nicht sein. Dazu Sitzgelegenheiten und ein kleiner Spielplatz, damit Menschen dort gern verweilen.

Steckt man dann noch Zauberworte in verschiedenen Sprachen in die Beete, bekommen die Menschen Lust, herumzustreifen und Neues zu entdecken. Manch einer freut sich vielleicht still, eine andere teilt ihre Begeisterung mit eben noch Fremden. Eine Smultronställe muss nicht einsam sein.







Der Übergangsgarten auf dem Koberg, dem zweitgrößten Marktplatz in der Lübecker Altstadt, ist noch bis zum 6. Oktober geöffnet. Er ist Teil des Stadtentwicklungsprojekts „Übergangsweise“. Der Name soll dabei nicht nur für das Vorübergehende stehen, sondern auch den Prozess zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung verdeutlichen. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefördert.

P.S. „Keyif“ ist türkisch und bedeutet: still und glücklich in sich ruhen, den Moment genießen.
Hach, ist das schön! Ich könnte mich gleich kopfüber hineinstürzen in diese Smultronställe. :–)
Danke für die tollen Bilder und Berichte, mit lieben Grüssen in den September,Brigitte
Danke, liebe Brigitte – und Vorsicht mit dem Kopf, das Pflaster ist hart! 😉
Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag!
Vielen lieben Dank für diesen wunderbaren, inspirierenden Bericht. Welch schöne Idee! Danke, dass Du das so zauberhaft eingefangen und hier geteilt hast! Herzliche Sonntagsgrüße!
Danke schön! Ich freue mich sehr, dass die besondere Atmosphäre dieses Ortes auch virtuell spürbar ist. Liebe Grüße zurück! 🙂
Liebe Maren, wie schön, die Walderdbeerenstelle. Und heute Abend werden wir wieder mal Gelegenheit haben, den Inuit-Spruch zu bedenken. Aber konnten wir echt nichts beeinflussen? Hätten wir können? Mir graut ein bisschen vor dem Wahlabend.
Liebe Grüße! Anne
Da sagst du was, liebe Anne! Ob wir mehr hätten tun, mehr hätten beeinflussen können – ich weiß es nicht. Plätze zu schaffen, an denen Menschen sich wohl fühlen, an denen sie einfach sein oder auch mit anderen ins Gespräch kommen können, ist vielleicht nicht die schlechteste Idee. Dir noch schönen Sonntag und uns allen einen hoffentlich nicht total gruseligen Abend!