
Ich habe Menschen getroffen, die,
wenn man sie nach ihrem Namen fragte,
schüchtern – als ob sie gar nicht beanspruchen könnten,
auch noch eine Benennung zu haben −
„Fräulein Christian“ antworteten und dann:
„wie der Vorname“, sie wollten einem die Erfassung erleichtern,
kein schwieriger Name wie „Popiol“ oder „Babendererde“ −
„wie der Vorname“ – bitte, belasten Sie Ihr Erinnerungsvermögen nicht!
Ich habe Menschen getroffen, die
mit Eltern und vier Geschwistern in einer Stube
aufwuchsen, nachts, die Finger in den Ohren,
am Küchenherde lernten,
hochkamen, äußerlich schön und ladylike wie Gräfinnen
und innerlich sanft und fleißig wie Nausikaa,
die reine Stirn der Engel trugen.
Ich habe mich oft gefragt und keine Antwort gefunden,
woher das Sanfte und das Gute kommt,
weiß es auch heute nicht und muss nun gehn.
Gottfried Benn: Menschen getroffen
Wunderschön!
Schön gefunden, bewegend.
Der Hutmacher… ich liebe ihn!
Oh, ist das schön in Wort und Bild! Man könnte süchtig werden nach diesem Sanften und Guten.
Einen lieben Morgengruss, Brigitte
So schön und berührend!
Liebe Grüße, Hanne
Liebe Maren
da hast du eine faszinierende Verbindung zwischen Text und Bild geschaffen. Vielen Dank.
Wir wünschen angenehme Osterferien
The Fab Four of Cley
🙂 🙂 🙂 🙂
Sehr sehr schön. Beides.
Herzlichen Dank an alle sanft Mitschwingenden und frohe Ostern!