
Ich staune, dass die rote Farbe rot ist,
Ich staune, dass die gelbe gelb erglimmt.
Ich staune, dass, was ringsum lebt, nicht tot ist,
Und dass, was tot ist, nicht ins Leben stimmt.

Ich staune, dass der Tag alltäglich nachtet,
Wenn ihm das Licht verwest zur Dämmerung.
Ich staune, dass frühmorgens überfrachtet
Von Sonnenglück, ein neuer kommt in Schwung.

Ich staune, dass durch alle Lebenssprossen
Das Männ- und Weibliche geschieden bleibt,
Und diese Zwieheit, niemals ausgenossen,
Als Wonne unsre Herzensfluten treibt.

Mein Staunen ist kein Forschen nach dem Sinn.
Mein Staunen ist des Sinnes selbst der Sinn.
Nur durch Erstaunung werd ich meiner inne.
Ich staune, dass ich staune, dass ich bin.
Franz Werfel: Ich staune


Liebe Maren,
toller Text zu den Bildern, feine Kombination.
Danke und alles Gute dir
The Fab Four of Cley
🙂 🙂 🙂 🙂
Danke und liebe Grüße zurück!
Zum Staunen, der Text und die Bilder!
Danke für beides und lieben Abendgruss,
Brigitte
Ich danke dir und grüße herzlich.