
Der Himmel leuchtet aus dem Meer;
ich geh und leuchte still wie er.
Und viele Menschen gehn wie ich,
sie leuchten alle still für sich.
Zuweilen scheint nur Licht zu gehn
und durch die Stille hinzuwehn.
Ein Lüftchen haucht den Strand entlang:
o wundervoller Müßiggang.
Richard Dehmel: Klarer Tag

Wir gehen am Meer im tiefen Sand,
Die Schritte schwer und Hand in Hand.
Das Meer geht ungeheuer mit,
Wir werden kleiner mit jedem Schritt.
Wir werden endlich winzig klein
Und treten in eine Muschel ein.
Hier wollen wir tief wie Perlen ruhn,
Und werden stets schöner, wie die Perlen tun.
Max Dauthendey: Wir gehen am Meer im tiefen Sand

So groß ist die Sehnsucht nach Weite, mag einem der unendliche Himmel getrost auf den Kopf fallen.

… und nichts mehr wollen wollen
nur Meer
nur Meer
Erich Fried: Meer (Auszug)

Die Fotos habe ich von einem Ausflug an die Nordsee mitgebracht. Über zwölf Kilometer lang und bei Ebbe bis zu zwei Kilometer breit ist der Strand von St. Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt. Wer lange genug geht, hat die herrliche Landschaft eine Weile ganz für sich.
Immer wieder werde ich ganz still ob deiner wunderbaren Zusammenstellung von Text und Bild. Dankeschön. Anna
Danke, liebe Anna. Ich freue mich sehr, wenn die Bilder und Texte dieses spezielle SPO-Gefühl transportieren, das sich zuverlässig einstellt, wenn man den Ort und die Strandzugänge erst einmal hinter sich gelassen hat. Ganz besonders, wenn man Richtung Süden geht, bis es nicht mehr weiter geht. Nie tat die Weite so gut wie jetzt.
Klingt schön 🤗
das dehmel-gedicht gefällt mir sehr. die fotos auch. ans meer, ja, das wäre was. vielleicht nächstes jahr. liebe grüße!
Das Dehmel-Gedicht scheint mir mit dem „still für sich“ gut in die Zeit zu passen. Wenn du St. Peter-Ording noch nicht kennst: Der weite Strand ist wirklich eine Reise wert, auch im nächsten Jahr. 😉 Aber jetzt komm erst mal gut in die neue Woche!
nein, kenne ich tatsächlich noch nicht. ich schreibs mal auf meine liste. danke für die empfehlung. 🙂 danke für deine lieben wünsche! dir auch eine gute woche!
Mir geht es gerade wie Anna. Gut tut das! Danke, liebe Maren für einen Moment der Unaufgeregtheit, Stille und Tiefe in Worten und Bildern.
Herzlichst, Ulli
Wie schön, dass der Beitrag dir so einen Moment des Wohlgefühls verschafft hat, wie du ihn beschreibst, liebe Ulli! Mögen Unaufgeregtheit, Stille und Tiefe immer wieder an deine Tür klopfen!
Dankeschön ❣️
Traumhafte Bilder und Texte zeigst du uns. Das weckt die Sehnsucht nach Meer, die im Moment von hier aus nicht zu stillen ist. Schade. Aber ich freue mich umso mehr an deinen Impressionen.
Lieben Sonntagsgruss,
Brigitte
Vielen Dank, Brigitte. Mir geht es mit den Bergen wie dir mit dem Meer. Große Sehnsucht… und irgendwann wird sie (wieder) gestillt. Ganz bestimmt! 🙂
Meine Lieblingsecke. Ich bekomme sofort „Seeweh“, wenn ich deine Bilder sehe 😁👍
Schöne Kombination mit den Gedichten, danke dir sehr! ❤️
Morgenkaffeegruß 😁🌧️☕🥐👍
Danke schön! Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr in deiner Lieblingsecke gewesen, Christiane – und kann mir gar nicht erklären, warum. So weit ist es ja nicht, schon gar nicht in Relation zu dem, was eine(n) dort erwartet. Aber davon brauche ich dir ja nichts weiter vorzuschwärmen. 😉
Liebe Maren,
fast rieche ich das Meer, fast spüre ich den Wind im Gesicht, wenn ich deine Fotos sehe – und die Gedichte dazu lese. Ein paar Mal sind wir auch im Herbts nach SPO gefahren, bis die Berge dann noch mehr lockten. Aber die Weite dort am Strand ist einfach einmalig. Dem Blick kann auch der tief hängende Himmel nichts anhaben.
Viele Grüße, Claudia
Die Berge sind natürlich eine harte Konkurrenz, liebe Claudia. Wie ich in einem Kommentar weiter oben schon schrieb, fehlen mir die allmählich sehr. Aber vielleicht machen wir es einfach vorübergehend so: Die eine läuft ein bisschen für die andere mit… Liebe Grüße!
St. Peter ist einfach immer wieder überirdisch schön.
Überirdisch trifft es gut, Susanne. Der Strand von St. Peter hat für mich immer etwas von der Oberfläche des Mondes.
Zweimal schwerer Himmel – beeindruckend.
Nicht wahr? Hab einen schönen Sonntag!
Dir auch, heute scheint wieder Insektentag 🙂
„… und nichts mehr wollen wollen – nur Meer“
wie schön!
Ich vermute mal, du kannst diesem tiefen Sein in nächster Zeit öfter frönen als ich. Genieß es!
Für solche Bilder würde ich auch in eine Ausstellung gehen.
Herzliche Grüße von dem Ort, wo es altmexikanisches Essen gab
Lieber Holger, dein Kommentar löst gleich doppelte Freude aus. Die Fotografin läuft mit beseligtem Lächeln herum, und die Teilnehmerin an dem altmexikanischen Essen schwelgt in den nettesten Erinnerungen. Habt ihr euch denn alle schon gut eingefunden in den Drei-bis-Vier-Generationen-Alltag? Herzliche Grüße zurück!
Verzeih, liebe Maren, dass ich auf deine Frage nicht reagiert hatte. Der Horizont verengt sich sehr, der Lebenskreis wird enger. Dafür dort intensiver. Ich könnte auch sagen: fordernder. Aber es ist zugleich ungeheuer viel Gutes und viel Schönes dabei.
Herzliche Grüße in den Norden
Ich freue mich mit dir, lieber Holger. Wenn ich dich vor ein paar Tagen richtig gelesen habe, scheint der enge Lebenskreis ja zwischenzeitlich personell noch ein wenig größer geworden zu sein… 😉
Ja, das ist wahr. Du schaust und lauschst nicht nur aufmerksam, sondern liest auch so. 😉
Herzliche Grüße
🙂
Sehr schöne Gedanken. Die Bilder gaben mir das Gefühl an der Ostsee zu sein einige Bilder spiegel die Ostsee wieder such wenn es die Nordsee ist.