Was ist das denn? Ein Baum? Ein Vogel Strauß, der in turbulenten Zeiten Halt auf vier Beinen sucht?
Schau mal, jetzt kriecht ihm auch noch einer in den Allerwertesten!
Meint womöglich, das sei der Weg ins Himmelreich.
Was sagst du? Die Beine sind Menschen? Und auf ihren Köpfen balancieren sie ein riesiges Herz? Wär ja zu schön…
„Man is not an abundance of the earth“, sagt der Künstler. Der Mongole Ochirbold Ayurzana hatte übrigens weder ein Herz noch einen Vogel im Sinn, sondern eine riesige Wolke an Informationen, die unsere globalisierten Köpfe flutet und unser Bewusstsein verändert. Offen bleibt, ob „abundance“ besser mit „Überfluss“ oder mit „Reichtum“ zu übersetzen ist. Wer sich selbst ein Bild machen will: Die Arbeit aus Stahldraht ist noch bis zum 8. Oktober auf der NordArt im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf zu sehen.
egal was es sein will: es ist sehr eindrucksvoll als Form
Da kann ich nur zustimmen, Gerda. Und ich mag es, wenn ein Kunstwerk Assoziationen weckt, Raum lässt für Interpretationen, zum Gespräch anregt…
Ich bin ebenfalls sehr angetan, liebe Maren, danke dir fürs teilen.
Herzliche Grüße
Ulli
Sehr gern, Ulli. Freut mich, dass dir die Skulptur gefällt.
Ja, genauso! Menschen mit dem Kopf in seltsamen Netzen, die Individualität einschmelzen
Gefällt mir gut, wie du die Gedanken des Künstlers aufgreifst und weiterspinnst, Myriade.
Ich finde dieses Kunstwerk stellt die aktuelle Situation – vor allem Jugendlicher – ganz hervorragend dar
Die schiere Grösse ist immer auch ein Plus bei einer solch überraschenden Arbeit!
So habe ich das noch nicht betrachtet, Gerhard. Aber die Unmöglichkeit, etwas auf einen Blick ganz zu erfassen, erhöht sicher die Bereitschaft, zweite, dritte… Blicke zu werfen.
Phänomenal. Das Kunstwerk. Und phänomenal lustig deine Kommentare !
Das erste Bild erinnert mich spontan an Kafkas Käfer, der es geschafft hat, auf die Füße zu kommen. Aber nur für einen Moment, gleich fällt er wieder um. Eine Assoziation, die gar nicht so schlecht zu dem „wirklichen“ Thema des Künstlers passt.
Aber der blaue Mann auf der Suche nach dem Himmelreich ist einfach unbezahlbar. Und „head in a cloud“, für mich eigentlich etwas Sympathisches, bekommt hier eine ganz andere Bedeutung. Wirklich phänomenal, vielen Dank !
Uäääh, erinnere mich bloß nicht an Kafkas Käfer, Elisabeth, da bekomme ich selbst im Wachzustand Albträume! Neben Süskinds „Parfum“ und McCarthys „Straße“ zählt die „Verwandlung“ zu den Werken der Literatur, von denen ich nicht lassen, die ich aber nur in wohldosierten Häppchen verdauen konnte. Da denke ich lieber an die vielen blaumetallic-glänzenden Käfer, die eine Freundin und ich im Frühsommer auf einer Wanderung durch die Heide vom Rücken auf den Bauch drehten… Irgendwann hörten wir damit auf. Es waren so viele, dass wir dachten, womöglich habe es seine Bewandnis und Richtigkeit mit der Lage, in der sich die Käfer befanden. Aber ich schweife ab. Was ich immerhin noch sagen will: Danke für dein phänomenales Feedback!
tolles ding, irritierend, eindringlich!
DANKE!
Ich danke dir für dein Interesse. 🙂
Cooles Holzei(ding) *g*
Hat mich bissle an das Ding hier erinnert:
https://finbarsgift.wordpress.com/2014/05/26/forschungspavillon-der-kesselstadt-walk-through/
LG vom Lu
Auch sehr interessante Perspektiven. Die Fotos wirken zum Teil fast wie Kohlezeichnungen.